Individuelle Herangehensweisen,
bei der Reparatur der wertvollen Stücke
sind eine unserer Kernkompetenzen.
Eine kleine Auswahl der Lösungen haben
wir für Sie hier zusammengestellt.

 
  Barocker Wellenschrank, um 1700  
   
 

Schäden
Der Schrank war an den wellenprofilierten Füllungen, durch diverse nicht fachmännische Transporte stark beschädigt. Wegstehende Furnier, tiefe Druckstellen und Kratzer. Die Türen konnten kaum noch geschlossen werden.

Beratung
In einem längeren Gespräch wurden die notwendigen Restaurierungen besprochen, Preis und Restaurierungszeitrahmen vereinbart.

Restaurierung, konstruktiv
Die Beschläge der schweren Türen wurden ausgebaut, repariert, bzw verstärkt. Die Türen wurden neu eingestellt, sodass auch der Schließmechanismus des alten Schlosses funktionierte.

Restaurierung, Oberfläche
Die fehlenden Furniere wurden aus Originalbestand ergänzt. Lose , lockere Furnier fixiert. Mit feiner Körnung geschliffen, tiefere Kratzer mit Schellack ausgegossen, geölt, in mehreren Schichten mit Schellack politiert
 

  Biedermeiertisch um 1860  
   
  Schäden
Die Tischplatte bekamen wir in 2 Teilen, die stark aufgebogen waren. Durch den Bruch fehlte einiges an Furnier.bzw war locker. (hohl= Kirschen) Der Sockel wackelte, einTischbein war zu kurz.

Beratung
Mit dem Kunden wurden die notwendigen Reparaturen besprochen. Die Oberfläche soll matt glänzend zum anderen Mobiliar passen.

Restaurierung, konstruktiv
Die Tischplatten wurden von unten längs des Weichholzes  eingeschnitten, mit Zwingen begradigt und verleimt. Zur Stabilisierung der Platte wurden zwei Gratleisten  eingeschoben. Am Tischbein wurde ein Stück Weichholz angeleimt und darüber passend mit alter   Nussfurnier gearbeitet. Tischbeine abgenommen, den alten Leim entfernt, mit originalem Perlleim wieder fixiert.

Restaurierung, Oberfläche
An der Tischfläche wurde mit Originalmaterial ergänzt, lockere Furnier mit Fischleim (lange offene Zeit) fixiert. Mit Hand, in verschieden starken Körnungen geschliffen, geölt - mit unseren, nach alten Rezepturen selbst hergestellten  Pflegeölen. Mit einer Schellackpolitur bekommen die Farben der verschiedenen Hölzer-Tiefe und Leuchtkraft. In  mehreren dünnen Schichten Schellack politiert. Wichtig sind die Trocknungszeiten, jede Schicht wird fein verschliffen. Oberfläche wie besprochen, matt glänzend.  
 
 
Spieltisch
Biedermeier um 1830
Nuss furniert auf Fichtenweichholz.
 
   
 

Der Tisch
war in einem Heuschober, versteckt vor den Russen. Ich erwarb das Stück, nach einem interessanten Gespräch, wo ich über die Herkunft und Geschichte des Spieltisches erfuhr. Angefertigt wurde er für das Hinterzimmer eines bekannten Wiener Etablissement.

Schäden
Die Feuchtigkeit hat die Nussfurnier stark beschädigt, auch konstruktiv hielt kaum mehr eine der alten Holzverbindungen. Der Leim löste sich durch die Feuchtigkeit. Die Klappschaniere waren original, aber stark ausgerissen. Der Spielfilz zerrissen.

Restaurierung
Trocknungsphase in mehreren Temperaturstufen.

Konstruktiv
Der Tisch wurde zerlegt, an allen Verbindungsteilen der alte Leim entfernt, Zapfen erneuert und verleimt.

Oberfläche
Die fehlende Furnier wurde aus Originalbestand ergänzt, lockere, lose Furnier geleimt. Beschläge eingestellt, sodaß die Funktion des Dreh- Klappmechanismus einwandfrei funktioniert. Die Oberfläche wurde von Hand in verschieden starken Körnungen geschliffen, geölt, glänzend politiert. Als Spielfläche wurde ein grüner Billiardfilz  gewählt.

 
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